Metabolismus & Genetik: Warum eine Diät nicht für alle passt
"Iss weniger, beweg dich mehr" ist physikalisch korrekt, aber biologisch zu einfach. Unser Stoffwechsel ist hochkomplex und individuell. Gene beeinflussen, wie wir Fette speichern, wie stark unser Blutzucker auf Kohlenhydrate reagiert und wie gut unser Sättigungsgefühl funktioniert.
Fettverbrennung und Kohlenhydrate
Das FTO-Gen ("Fett-Gen") ist der stärkste bekannte genetische Faktor für Übergewicht. Träger der Risiko-Variante haben oft ein schwächeres Sättigungsgefühl und eine Vorliebe für Kaloriendichtes. Gene wie TCF7L2 oder PPARG steuern die Insulinsensitivität. Sie entscheiden mit, ob jemand mit einer Low-Carb-Diät aufblüht oder ob er komplexe Kohlenhydrate braucht.
Nutrigenomik: Essen nach Genen
Auch Mikronährstoffe hängen am Genom: Mutationen im MTHFR-Gen können den Folsäure-Stoffwechsel blockieren und das schädliche Homocystein ansteigen lassen. Wer seinen Stoffwechsel-Typ kennt, kann aufhören, Trends hinterherzulaufen, und anfangen, seinen Körper so zu füttern, wie er es molekular verlangt.